Wie hoch ist die monatliche Rente, die mir mein Riester-Vertrag bringt?

Utting, 31.03.2026 (lifePR) – Das ist besser als nichts – auf diesen Gedanken könnte man kommen, wenn man im jährlichen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung nachschlägt, wie viel Riester-Sparer und Sparerinnen eigentlich ausgezahlt bekommen. 2026 sollen es demnach monatlich 180 Euro für diejenigen sein, die erstmals in diesem Jahr ihre Riester-Rente erhielten. Deutlich höher werden die Beträge für diejenigen sein, die später eine Riester-Rente erstmals beziehen. Für Neurentner und Neurentnerinnen im Jahr 2030 wären es 257 Euro, im Jahr 2039 sogar 465 Euro. Klingt gar nicht so übel, nur: Bei dieser Rechnung werden die langfristigen Zinsen bei Riester-Verträgen mit 4,0 Prozent viel zu hoch angesetzt, die Kosten können höher sein als bei der Modellrechnung angenommen und ohnehin kommen solche Beträge nur heraus, wenn in der Einzahlungsphase die Zulagen voll abgeschöpft werden, was viele Riester-Sparerende aber nicht tun. Tatsächlich ist die monatliche Zusatzrente für viele Riester-Sparer meist viel geringer. So erhielten etwa 65 Prozent der Personen mit einer eigenen Riester-Rente 2022 weniger als 1.000 Euro im Gesamtjahr, das steht im Alterssicherungsbericht. Ebenfalls gut zu wissen: Bei allen Angaben handelt es sich um Bruttobeträge. Die Auszahlung ist noch voll zu versteuern, weil die Riester-Rente der sogenannten nachgelagerten Besteuerung unterliegt. Zumindest fallen aber bei Pflichtversicherten keine doppelten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an.

Biallo-Tipp: Bekommen Sie bald eine Betriebsrente oder zum Beispiel eine Auszahlung aus einer Direktversicherung oder einem Versorgungswerk? Und sind Sie gesetzlich krankenversichert? Dann müssen Sie sich auf hohe Abzüge einstellen. Wann diese fällig sind und wie hoch sie ausfallen, erfahren Sie auf biallo.de. im Ratgeber „Doppelt abkassiert: Wenn die Krankenkasse bei der Betriebsrente zweimal zulangt“.

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