Köln-Porz (Eil), 21.10.2026 (PresseBox) –
- Neue Strategie für Off-Highway-Motoren ab dem vierten Quartal 2026 verfügbar
- Weniger Ausfallzeiten für OEMs und Maschinenbetreiber
DEUTZ hat zum vierten Quartal 2026 seine Strategie für das Inducement der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) bei Off-Highway Verbrennungsmotoren aktualisiert. Damit erhalten OEMs und Maschinenbetreiber in wichtigen Märkten mehr Flexibilität und profitieren von einer höheren Benutzerfreundlichkeit. Gleichzeitig erfüllt der neue Ansatz weiterhin alle relevanten Normen und gesetzlichen Anforderungen in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.
„Die neue Strategie schafft große Vorteile für unsere Kunden, eine höhere Maschinenverfügbarkeit, weniger Ausfallzeiten und ein einfacheres Flottenmanagement,“ sagt Markus Villinger, CEO der Business Unit Engines bei DEUTZ. „Die anwenderfreundlichere SCR-Strategie setzen wir natürlich im Einklang mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ein – für mehr Produktivität und eine zukunftssichere Emissionslösung.“
Die überarbeitete Strategie wird sowohl als Software-Update für bereits im Feld befindliche Motoren als auch für neu produzierte Motoren verfügbar sein. Hintergrund sind überarbeitete Leitlinien der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA (IACD-2025 10). Diese reagieren unter anderem auf Rückmeldungen von Landwirten, Maschinenbetreibern und Lkw-Fahrern, die von plötzlichen Leistungsreduzierungen bei Problemen mit dem SCR-System betroffen waren. Auslöser können beispielsweise ein niedriger Füllstand der Diesel Exhaust Fluid (DEF), eine unzureichende DEF-Qualität oder eine Manipulation des Systems sein.
Lösungen für unterschiedliche Marktanforderungen
Für OEMs, die ihre Motoren ohne regionalspezifische Datensätze in möglichst vielen Märkten einsetzen möchten, bietet DEUTZ eine harmonisierte SCR-Inducement Strategie mit US-/EU-Dual-Label. Diese basiert auf den EU-Vorschriften und ermöglicht den Betrieb eines Motors in beiden Märkten. OEMs, die ihre Produkte ausschließlich in den USA vertreiben, können, soweit verfügbar, den reinen US-Datensatz wählen.
Künftige Motoren mit US-/EU-Doppelzertifizierung sowie überarbeitete, ausschließlich für die Emissionsstufe US T4 zugelassene Motoren reagieren insbesondere bei DEF Qualitätsproblemen und Manipulationen deutlich weniger streng. In bestimmten Fällen kann sich die Zeit bis zum finalen Inducement von bisher 4 auf bis zu 100 Stunden verlängern. Das bisher für die Emissionsstufe US T4 vorgeschriebene „FORCED IDLE“ entfällt zukünftig. Betreiber erhalten dadurch mehr Zeit, die Ursache kontrolliert zu beheben, während sie ihre Arbeit fortsetzen können.
Das reduziert ungeplante Unterbrechungen, erleichtert Service- und Wartungsarbeiten und senkt insbesondere bei älteren Flotten das Risiko eines unerwarteten Stillstands.