Bankentest „NextGen Bank 2026“ – Das neue Testformat im Portrait

Herrsching, 20.01.2026 (PresseBox) – Mit dem Bankentest „Young Finance Award“ und der Auszeichnung „NextGen Bank 2026“ präsentiert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ein neues Format.

Im Interview beschreibt Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung, welche Zielsetzung der neue Test verfolgt, was ihn von den etablierten Formaten unterscheidet und welchen Mehrwert die Ergebnisse, die am 22.01.2026 veröffentlicht werden, sowohl Verbrauchern als auch Banken bieten können.

Redaktion (RD): „BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“, „Private Banking-Test“ und nun der Bankentest „Young Finance Award“– brauchte es wirklich noch einen weiteren Bankentest?

Kai Fürderer (KF): „Auf den ersten Blick vielleicht eine berechtigte Frage, zumal sich all unsere Testformate im Kern mit der Frage nach Service- und Beratungsqualität befassen, tatsächlich zeigt aber ein näherer Blick, dass sich alle von uns durchgeführten Bankentests deutlich unterscheiden.

Im Falle des neuen Testformats auf der Suche nach den besten „NextGen Banken“ konzentrieren wir uns so zum Beispiel auf die Leistung, die von Banken in Bezug auf die Verbrauchergruppe der jungen Erwachsenen erbracht wird, während es in den anderen Tests um spezifische Produkte und die Service- und Beratungsqualität im Allgemeinen geht.

Hinzu kommt, dass es aktuell keine Analyse bzw. Studie gibt, die sich so umfangreich und systematisch mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Deshalb war es jetzt an der Zeit, dies zu tun.“

RD: Provokant gefragt: Und wen interessiert das? Sind nicht junge Erwachsene für Banken überhaupt interessant und umgekehrt Banken für junge Erwachsene nicht viel zu spießig?

KF: „Diese Denkweise ist nicht ungewöhnlich, aber gleichzeitig ein Grund, warum wir das neue Testformat entwickelt haben, eben weil immer deutlicher wird, dass so zu denken falsch und kurzsichtig ist.

Selbst wenn junge Erwachsene auf den ersten Blick – durch ein im Vergleich zu anderen Altersgruppen geringes Vermögen und niedrigeres Einkommen – keine gigantischen Umsätze versprechen, wächst ihr Interesse am Finanzmarkt erkennbar.

Das zeigte jüngst auch sehr eindrucksvoll unsere ganz aktuelle „NextGen Studie 2026“. Darüber hinaus werden in diesem Alter die Weichen gestellt, an wen sie sich später einmal wenden, wenn es um ihre dann stabilen Finanzen geht. Banken können sich so also das Geschäft der Zukunft sichern, nein, Sie müssen es sogar, wenn sie langfristig überleben wollen.

Gerade Regionalbanken müssen den zahlungskräftigen Kunden von morgen einen Grund liefern, warum die ihre Finanzgeschäfte nicht vollständig über ein modernes, anonymes Online-FinTech o.a. abwickeln sollen.“

RD: Also richtet sich der Bankentest „Young Finance Award“ in erster Linie an die Banken selbst?

KF: „Auch, aber sicherlich nicht ausschließlich. Wie alle unsere Testformate bieten wir auch mit dem neuen Test eine Orientierungshilfe für Verbraucher, die nach einem kompetenten Partner für ihre individuellen Finanzgeschäfte suchen.

Natürlich bietet der „Young Finance Award“ den ausgezeichneten Banken eine Gelegenheit, sich zu präsentieren und für sich zu werben, hierfür haben sie aber auch überdurchschnittliche Qualität unter Beweis gestellt.

So gesehen ist es eine klassische Win-Win-Situation: Junge Erwachsene, die sich vielleicht erstmals über ihre finanzielle Zukunft Gedanken machen oder einen konkreten Beratungs- und Leistungsbedarf haben, finden Banken in ihrer Nähe, die sich erfolgreich und nachweislich mit den spezifischen Bedürfnissen junger Kunden auseinandergesetzt haben und die ausgezeichneten Banken erhalten einen ersten Vertrauensvorschuss durch unsere unabhängige Bewertung.“

RD: Woher wussten Sie bei der Testgestaltung, was diese Bedürfnisse junger Erwachsener sind?

KF: „Da wir in diesem Test nicht, wie in den anderen Formaten, mit qualifizierten Testkunden arbeiten konnten, war es besonders wichtig, vorab ein möglichst genaues Bild davon zu entwickeln, welche Bedürfnisse und Anforderungen junge Erwachsene im Zusammenhang mit einer Bankberatung haben und auch welchen Wissensstand wir hierbei voraussetzen können.

Hier hat uns unsere eigene Kundenstudie aus 2024 und besonders die aktuelle „NextGen Studie 2026“ viele wertvolle Informationen geliefert. Dabei haben wir jeweils eine repräsentative Kundenbefragung durchgeführt mit dem Fokus auf die „Generation Z“; in der aktuellen Studie sogar ausschließlich mit dem Fokus auf die jungen Erwachsenen.

Darüber hinaus haben wir noch weitere geeignete Studien herangezogen und konnten so einen mehrdimensionalen Kriterienkatalog entwickeln, der die im Test vertretenen Institute in fünf Hauptkategorien bewertet.“

RD: Was ist jungen Erwachsenen nach Ihren Erkenntnissen besonders wichtig?

KF: „Die wichtigste, wenn auch nicht unbedingt neue Erkenntnis ist die, dass jüngere Generationen einen Fokus auf digital verfügbare Informationen und Serviceleistungen legen.

Wer es gewohnt ist, online zu kommunizieren, online einzukaufen und sich online zu unterhalten und zu informieren, der erwartet ein entsprechendes Angebot auch von einem Finanzdienstleister.

Entsprechend haben wir aus den anderen Testformaten den hier bewährten Digital-Check übernommen, abgewandelt, und die Webpräsenz der Kandidaten kritisch geprüft. Dabei haben wir uns darauf konzentriert, nach Informationen zu zielgruppenrelevanten Produkten zu suchen und versucht die gesamte Aufbereitung der Informationen, mit den Augen junger User zu betrachten.

Dabei spielten Fragen der Usability, der einfachen Verständlichkeit und der Optimierung des Angebots für Mobilgeräte eine zentrale Rolle.“

RD: Also spielte die eigentliche Beratung eine untergeordnete Rolle?

KF: „In einem auf junge Erwachsene zugeschnittenen Angebot sind die online verfügbaren Informationen Teil der Beratung. Wir haben geprüft, welche Angebote zur persönlichen Finanzplanung die Banken hier konkret mit Bezug auf unterschiedliche Lebensphasen machen.

Finden sich Informationen zum ersten eigenen Girokonto? Wird das Thema Absicherung im Studium aufgegriffen? Sensibilisieren die Informationen für die Vorsorgeplanung ab dem Berufseinstieg?

Die Brücke zur persönlichen Beratung schlagen wir – ebenfalls im Stil einer online-affinen Zielgruppe – durch die Analyse von Chat-Dialogen, die auf Grundlage vorgegebener Szenarien geführt wurden.“

RD: Die Banken-Website war aber sicherlich nicht das einzige Bewertungskriterium, oder?

KF: „Das ist natürlich richtig, das wäre zu wenig, zumal junge Verbraucher nicht unbedingt als erstes auf der Website suchen. Besondere Beachtung verdient im Test deshalb die Social-Media-Präsenz der Testkandidaten.

Die sozialen Medien sind für junge Menschen eine der, wenn nicht sogar die wichtigste Informationsquelle. Mehr noch, sie tragen maßgeblich zur Meinungsbildung bei. Wer hier als Bank einen guten Job macht, hat sprichwörtlich oft bereits die halbe Miete verdient.“

RD: Was heißt in diesem Fall für Sie „einen guten Job machen“?

KF: „Wir haben beim Bankentest „NextGen Bank“ die verschiedenen Social-Media-Profile der Institute im Test genau unter die Lupe genommen. Schwerpunkte waren hierbei das Businessnetzwerk LinkedIn und Instagram.

Zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Netzwerke bilden sehr gut die Vielfalt der Informationsbeschaffung ab. LinkedIn als beruflich orientierte Plattform richtet sich vor allen Dingen an Young Professionals, Studierende und Berufseinsteiger.

Instagram dagegen ist eher emotional aufgeladen, funktioniert in erster Linie über visuelle Reize, hat einen deutlich jugendlicheren Charakter und verbindet niedrigschwellige Information geschickt mit Unterhaltung. Abgerundet wird das Bild durch weitere Netzwerke wie Facebook, YouTube und TikTok, die ebenfalls ganz spezifische Möglichkeiten bieten, sich zu präsentieren und wahrgenommen zu werden, bzw. sich zu informieren.

Wichtig ist dabei vor allen Dingen, dass Banken die sozialen Medien konsequent und vor allen Dingen konsistent bespielen. Es muss eine Strategie vorhanden sein, die inhaltlich einheitlich, auf die jeweilige Plattform zugeschnitten, umgesetzt wird. Dabei punkten Konsistenz und Authentizität.“

RD: Das klingt insgesamt nach hohen Ansprüchen. Was sagt der Bankentest „Young Finance Award“ nun aus? Sind die Banken den hohen Erwartungen gerecht geworden?

KF: „Auf jeden Fall haben wir mit dem Test „Ausgezeichnete NextGen Banken“ gefunden, die wir guten Gewissens im Rahmen des Young Finance Awards auszeichnen konnten. Insgesamt ist erkennbar, dass die Mehrheit der Banken verstanden hat, dass es sich lohnt auf die Zielgruppe junge Erwachsene einzugehen und dass es hierfür besonderer Strategien und Methoden bedarf.

Die Umsetzung zeigt aber auch noch deutliche Unterschiede. Einige Banken haben zum Beispiel auf ihren Websites ausgewiesene Bereiche mit Themen, die junge Kunden interessieren und die hier zielgruppengerecht aufgearbeitet wurden.

Andere überzeugen beim Einsatz der Chat-Funktion und liefern hier eine hochwertige Erstberatung, die zuverlässig zu einem persönlichen Erstkontakt bzw. zu einer Online-Terminierung führt. Was die sozialen Medien betrifft, so kann man feststellen, dass Profile, wenn sie vorhanden sind, auch konsequent gepflegt werden.

Auf jeden Fall lohnt sich für alle jungen Erwachsenen, die nach einem Partner für ihre finanzielle Zukunft suchen, ein Blick auf die Ergebnisse. Die ausgezeichneten Banken dürfen stolz auf sich sein und den Young Finance Award und die Auszeichnung als „NextGen Bank 2026“ als Ansporn betrachten, ihre Strategie im Umgang mit der jungen Zielgruppe konsequent fortzusetzen.

Wer diesmal nicht ausgezeichnet wurde, soll den Test als Anreiz betrachten, vorhandenes Potenzial zu nutzen und die Bemühungen um die Kunden der Zukunft engagiert anzugehen.“

RD: Letzte Frage: War es das jetzt oder welches Format erwartet uns als nächstes?

KF: „Wir gestalten unsere Testformate orientiert an den Bedürfnissen der Verbraucher und den aktuellen Markttrends. Wenn diese sich in Zukunft verändern, werden wir sicherlich auch passende Tests entwickeln, um die Beratungs- und Servicequalität praxisorientiert auf die Probe stellen.“

Weitere Informationen finden Sie auch jederzeit auf der neuen Webseite:

www.Young-Finance-Award.de 

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