München, 23.01.2025 (PresseBox) –
- Handelskriege zentrales geopolitisches Thema für 2025
- Androhung von US-Handelszöllen als ernst zu nehmend eingestuft
- Priorisierung von Bürokratieabbau und Digitalisierung gewünscht
Das Jahr 2025 ist schon jetzt durch große Unsicherheit geprägt: Zölle und Handelskonflikte, kriegerische Auseinandersetzungen, Extremismus und weitere Themen können unsere Welt und die Märkte in den nächsten zwölf Monaten stark beeinflussen. In dieser herausfordernden Situation wagte die erste Amundi Outlook Investment Konferenz 2025 einen Blick in die Zukunft. Die virtuelle Expertenkonferenz mit über 1.500 Teilnehmenden richtete sich an Investoren, Analysten und Berater und erörterte, wie die aktuellen Entwicklungen aus Investorensicht zu bewerten sind. Dazu beantworteten die Teilnehmenden per TED-Erhebung folgende drei Fragen:
Glauben Sie, dass die angekündigten politischen Maßnahmen Trumps wie etwa Zölle überwiegend realisiert werden?
Bei der Startfrage fiel die Antwort eindeutig aus. Mit 73% gehen knapp drei Viertel der Antwortenden davon aus, dass die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Nur 27% sehen das anders.
Welche drei geopolitischen Ereignisse werden die Märkte 2025 am stärksten prägen?
Hier waren mehrere Antworten möglich. Das Ergebnis ist klar: Als besonders bestimmend für 2025 stuften die Teilnehmenden das Thema Handelskonflikte ein. Ganze 82% der Antwortenden sehen den Handelskonflikt zwischen den USA und China als prägendes geopolitisches Ereignis. An zweiter Stelle folgt der Handelskonflikt zwischen den USA und Europa mit 61%. Auf den nächsten Plätzen finden sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine mit 51%, der wachsende Erfolg extremer Parteien in Europa mit 38% sowie der Konflikt zwischen China und Taiwan mit 34%. Den Gaza-Konflikt stuften hingegen nur 7% der Befragten als prägend für das laufende Börsenjahr ein.
Welche drei Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft sollte die nächste Bundesregierung priorisieren?
Auch hier waren mehrere Antworten möglich, und auch hier fällt die Antwort eindeutig aus. Ganze 83% der Teilnehmenden sehen Bürokratieabbau sowie eine verstärkte Digitalisierung als Priorität für die nächste Regierung. An zweiter Stelle landen wettbewerbsfähige Energiepreise mit 64%. Es folgen verbesserte Rahmenbedingungen für Investitionen (54%) sowie eine bessere Infrastruktur (49%). Deutlich weniger Teilnehmende würden Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel (20%) und eine Stärkung des privaten Konsums (17%) priorisieren.
Thomas Kruse, Geschäftsführer und Chief Investment Officer (CIO) bei Amundi Deutschland, fasst zusammen:
„Wir leben in bewegten Zeiten. Aus Investorensicht erschweren eine Vielzahl geopolitischer und wirtschaftlicher Unwägbarkeiten die Anlageentscheidung. Nach Meinung der Teilnehmenden an unserer Konferenz sind hier insbesondere die globalen Handelskonflikte sowie die Themen Bürokratie und Digitalisierung zu nennen. Daneben gibt es aber durchaus auch positive Signale, etwa das Wirtschaftswachstum in den USA, für das deutlich über zwei Prozent erwartet werden, oder die Möglichkeit, dass die tatsächlichen US-Zölle weniger einschneidend ausfallen könnten als angekündigt. Auch ein Waffenstillstand in der Ukraine scheint zumindest für das zweite Halbjahr möglich. Die neue Bundesregierung wird nach der Wahl im Februar viele Aufgaben in Angriff nehmen müssen, um allen voran den Anreiz für Investitionen zu erhöhen und die Weichen zu stellen, damit Arbeit sich wieder stärker lohnt.“